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Geisweid

Blick auf Geisweid
Blick auf Geisweid

Geisweid

Entstanden aus dem Dorf Klafeld wird vermutet, dass der Name Geisweid aus dem ursprünglichen Wort Ziegenweide herrührt.

1963 wurde die Gemeinde Klafeld zur Gemeinde Geisweid, seit dem 1. Juli 1966 wurde mit dem ersten Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden (1. Siegerlandgesetz) unter Einbeziehung von Geisweid und Weidenau die Stadt Hüttental gegründet. Die Lebensdauer dieser neuen Stadt währte jedoch nicht lange, denn schon zum 1. Januar 1969 wurde die Stadt Hüttental mit dem 2. Siegerlandgesetz in die Stadt Siegen eingemeindet.

Die Eingemeindung, insbesondere nach Siegen, wurde von den Bürgern Geisweids nur mit Widerwillen akzeptiert, da die kleine Gemeinde durch die Stahlwerke-Südwestfalen und die daraus resultierenden Gewerbesteuereinnahmen eine durchaus wohlhabende Gemeinde war. Die Stahlwerke-Südwestfalen (heute Krupp Edelstahlprofile GmbH) haben den Ort und das Ortsbild wesentlich geprägt. In Spitzenzeiten wurden in den Stahlwerken bis zu 8.000 Mitarbeiter beschäftigt. Somit lebte fast jede Familie direkt oder indirekt von ihrem Stahlwerk, heute besteht die Belegschaft nur noch aus ca. 600 Beschäftigten.

Am 14. November 1904, wurde die erste Strecke der Siegener Straßenbahn eröffnet. Sie verkehrte erstmals zwischen Koch's Ecke und Geisweid. Die Pläne zum Bau einer Chausseebahn zwischen Siegen und Geisweid stammten aus dem Jahr 1895. Später wurde die Strecke dann mit O-Bussen befahren.

Wenn im Siegerland von Klafeldern die Rede war, dann hieß es früher nur 'de Kloawender Fürschte' Das ist eine Bezeichnung, die die Klafelder nicht selbst erfunden haben. Und die eigentlich auch keine Auszeichnung ist. Sie entstand kurz vor dem ersten Weltkrieg für einen kleinen Kreis junger Burschen aus Dillnhütten, die mit viel Sonntagsgeld in der Tasche und vornehm angezogen wie die Fürsten, in der Umgebung die Lokale, in denen junge Leute zu Tanz und Unterhaltung zusammen kamen, unsicher machten. Nach dem ersten Weltkrieg schlossen sich auch Klafelder junge Burschen in gleicher Aufmachung und ebenso viel Taschengeld den Dillnhüttern an. Die Bezeichnung blieb und die Klafelder selbst haben sich nicht nur daran gewöhnt, sondern in jüngster Zeit sogar kultiviert.

Bemerkenswert ist heute das attraktive Geisweider Einkaufszentrum, welches heute im wesentlichen das Ortsbild prägt.

Einwohnerzahlen:

1818 hatte Klafeld - 534 Einwohner
1905 hatte Klafeld - 5.578 Einwohner
1946 hatte Klafeld - 9.867 Einwohner
1961 hatten Klafeld & Geisweid - 15.026 Einwohner
1975 hatte Siegen - Geisweid - 16.562 Einwohner
1998 hatte Siegen - Geisweid - 14.929 Einwohner

[hgb]



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