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Bergbau

Vorgehensweise

Gangkarten und Grubenquerschnittskarten belegen eindrucksvoll, wie tief die Berge des Siegerlandes unterhölt und wie weit verzweigt die Stollen sind.

Die Abbaustrukturen haben sich über viele Jahrhunderte entwickelt. Der Abbau ist chronologisch von oben nach unten betrieben worden, da die Erzadern im Gebirge meist vertikal verlaufen. Lange Zeit wird das Erz in Tagebauen gewonnen, wo die Erzadern an die Oberfläche stoßen. In dieser Zeit ist man mit Schächten nur bis in geringe Tiefen vorgestoßen. Zurück geblieben sind sogenannte Pingen, leicht mit Bombentrichtern zu verwechseln. Noch heute können Pingen beispielsweise auf der Höhe zwischen Brachbach, Dermbach und Offhausen oder auf dem Grubengelände am Altenberg in Hilchenbach-Müsen besichtigt werden.

Als das Oberflächenerz ausgeschöpft ist, werden absteigend in den Berg waagerechte Stollen getrieben. Oft dauert es viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, bis die Erzadern erreicht werden. An Ader angekommen verzweigen sich die Stollen. Durch den Abbau nach oben, vertikale Schächte und Abbausohlen sind die Stollen später miteinander verbunden.

Die untersten Schächte bilden die sogenannten Erbstollen. Sie dienen der gemeinsamen Wasserhaltung aber auch der Förderung. Der Eiserfelder Reinhold Forster Erbstolln ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür.



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