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Hauberg

Der Siegerländer Hauberg

Der Siegerländer Hauberg in seiner ursprünglichen Bedeutung ist ein Eichen-Birken-Niederwald mit wenig anderen Laubbaumarten. Etwa alle sechzehn bis zwanzig Jahre wird dieser abgetrieben.

Traditionell wird der Siegerländer Hauberg durch die örtlichen Haubergsgenossenschaften bewirtschaftet, in deren gemeinschaftlichem Eigentum er steht. Die Nutzung des Hauberges ist vielfältig.

Das Holz wird als Brennholz oder für die Herstellung von Holzkohle (Kohlenmeiler) genutzt. Die Rinde von Eichen (sog. Lohe) enthält einen hohen Anteil Gerbstoffe und wird daher von ortsansässigen Gerbereien zum Gerben von Leder verwendet.

Das feine Geäst, besonders der Kronen, wird zu großen Bündeln zusammengebunden. Da die Reisigschanzen sehr gut brennen und dabei eine hohe Hitze entsteht, eignen sie sich, um Steinöfen zu beheizen, wie sie auch heute noch in fast jedem Ort im sogenannten Backes bestehen.

Auf die Abholzung folgt die Nutzung des Hauberges durch Einsäen von Roggen oder Buchweizen. Nach einer mehrjährigen Schonfrist wird Vieh in den Hauberg getrieben. Der Kreislauf schließt sich mit der erneuten Abholzung des Hauberges.

Quelle: www.hauberg.onlinehome.de, Arbeitskreis Historischer Hauberg Fellinghausen, Juli 2003 [mmd]



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