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Langenholdinghausen

Langenholdinghausen

Langenholdinghausen wurde 1277 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Schon im 16. Jahrhundert war der Ort das zweitgrößte Dorf im Kirchspiel. 1969 wurde es Stadtteil von Siegen.

Langenholdinghausen wurde am 1. Mai 1277 als Holdinkusin zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. In dieser Urkunde schenkt der Ritter Hermann von Wilnsdorf und seine Frau Gertrud ihre Güter in Holdinghausen dem Kloster Keppel. Damit stifteten sie eine Messe, die in ihrem Andenken gelesen werden sollte. Das Kloster verlehnte seine Güter über 550 Jahre an verschiedene Lehnsleute. Die eigentliche Gründung des Dorfes liegt aber schon weiter zurück. Es gibt verschiedene Hinweise darauf, dass es Langenholdinghausen schon im 7. oder 8. Jahrhundert gab.

(Das Kloster Keppel hatte viele Besitzungen in Siegen, so zum Beispiel die Kirchengemeinde Netphen und den Keppelscher Hof in Gosenbach, der auch durch eine Schenkung zur Stiftung einer Gedenkmesse an das Koster ging.)

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stieg die Zahl der Einwohner deutlich. Folglich dehnte sich das Dorf in Richtung Meiswinkel aus und auf der rechten Seite des Baches entstand das Oberdorf, welches sich noch im 15. Jahrhundert zum Zentrum entwickelte. 1563 war Langenholdinghausen das zweitgrößte Dorf im Kirchspiel. Doch in den folgenden Jahrhunderten wuchs der Ort nur sehr langsam. Erst im 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg stieg Einwohnerzahl wieder an. Die 1876 gebaute Holzklaustraße förderte sicher diese Entwicklung.

Bis zum Zweiten Weltkrieg erfolgte kaum Zuzug von außerhalb, erst nach dem Krieg, durch Flüchtlinge aus den verlorenen Ostgebieten, veränderte sich dies. Während diese Flüchtlinge noch relativ gut integriert werden konnten, entwickelten sich Teile der Anfang der 70er Jahre gebauten Siedlung am �Westhang� zum sozialen Brennpunkt. Man hatte viel Wohnraum geschaffen ohne auf die mangelnde Infrastruktur zu achten. Einkaufsmöglichkeiten oder Freizeitmöglichkeiten im Ort waren nicht vorhanden.

2002 feierte Langenholdinghausen das 725-jährige Jubiläum mit einem großen Dorffest. Zu sehen gab es viel. So wurde zum Beispiel ein Kohlenmeiler errichtet, eine pferdebetriebene Dreschmaschine wurde vorgeführt und die Feuerwehr zeigte, wie man früher mit der Handpumpe Feuer löschte.

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