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Bergbau

Gefahr durch Tagesbrüche

Der Bergbau im Siegerland hat eine jahrhundertelange Tradition. Zwar sind die Verläufe der meisten Gruben verzeichnet, doch gibt es immer wieder Orte, an denen es zu unerwarteten Tagesbrüchen kommt.

Im Februar 2004 sinkt an einem Grundstück in der Gläserstraße am Rosterberg plötzlich die Erde ein, Häuser werden beschädigt, die Menschen in der näheren Umgebung werden evakuiert. Man stellt später fest, dass Teile der Erzgrube Konsolidation Hohe Grethe eingestürzt sind. Die Grube ist seit 1876 geschlossen.

Kurz darauf lässt der Einsturz eines alten unterirdischen Grubenganges in Siegen-Eisern einen Tagesbruch entstehen. In Siegen-Gosenbach kommt es zu einem Tagesbruch durch den Einsturz eines bisher unbekannten Hohlraumes unter der Erde. An der ehemaligen Grube 'Neue Hoffnung' in Wilgersdorf entsteht ein tiefer Krater in der Nähe des mit Beton abgeschlossenen alten Schachtes.

Wie man sieht, sind Tagesbrüche in einer von langer Bergbautradition geprägten Region wie dem Siegerland keine Seltenheit. Tagesbrüche fallen in den Zuständigkeitsbereich des Bergamtes Recklinghausen. Treten sie auf, wird der Hohlraum zunächst mit schnell abbindendem Beton verfüllt, damit sich kein weiteres Erdreich löst. Anschließend füllt man weiter mit normalem Beton auf. Die Gefahrenpunkte sichert man weiträumig mit Zäunen.






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